Bis zur Pu­ber­tät ist das männ­li­che und weib­li­che Bin­de­ge­we­be gleich auf­ge­baut. Da­nach zeigt das Bin­de­ge­we­be bei der Frau er­heb­li­che Un­ter­schie­de im Ver­gleich zum Mann. Ei­ne we­sent­li­che Ur­sa­che da­für sind die weib­li­chen Hor­mo­ne Ös­tro­gen und Pro­ges­te­ron. Ös­tro­ge­ne er­zeu­gen die Ge­schlechts­rei­fe, den Ei­sprung und die Re­gel­blu­tung. Sie be­rei- ten den weib­li­chen Kör­per für ei­ne Schwan­ger­schaft vor. Pro­ges­te­ron un­ter­stützt den Kör-
per, um Vor­aus­set­zun­gen für die Fort­pflan­zung und ei­ner mög­li­chen Schwan­ger­schaft zu schaf­fen. Da­zu ge­hört zum Bei­spiel die Vor­be­rei­tung der Bauch­de­cke für ei­ne Aus­deh-
nung für ei­ne mög­li­che Schwan­ger­schaft. So wird auf na­tür­li­che Wei­se die ur­sprüng­lich netz­för­mi­ge Struk­tur durch das Hor­mon Pro­ges­te­ron ge­lo­ckert und die Spann­kraft und Sta­bi­li­tät des Bin­de­ge­we­bes auf­ge­ho­ben.
Der Auf­bau der Haut un­ter­schei­det sich bei Män­nern und Frau­en im Be­reich des Fett­ge­we­bes. Die Fett­zel­len sind an­ders mit dem Bin­de­ge­we­be ver­bun­den.

Bindegewebe_Mann_Frau.PDF-page-001_RE_281x176  Im lin­ken Bild sieht man die li­nea­re Struk­tur der ne­ben­ein­an­der lie­gen­den Kol­la­gen­strän­ge bei dem weib­li­chen Un­ter­haut­fett­ge­we­be. Sie sind elas­tisch, ha­ben ei­ne ge­rin­ge Sta­bi­li­tät und schwel­len in Ab­hän­gig­keit vom Ein­fluß der Ös­tro­ge­ne an. Beim Mann sind sie netz­för­mig auf­ge­baut und ver­lei­hen dem Bin­de­ge­we­be ei­ne grö­ße­re Sta­bi­li­tät.
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